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Mein Meisterstück im Büro Röver ist dann das Waldbad Zeißig geworden.
Sie sehen es, wenn demnächst auch hier Fotos zu sehen sein werden von dem Bau.
Kleinteilig, und trotzdem nicht lieblich, überall Licht, Luft, fröhliche Farben, alles durchdacht bis zum Schluss, würde ich zu Zeißig sagen.
Und dabei habe ich auch hier der Stadt Hoyerswerda, denn zu der gehört Zeißig, das Raumprogramm gekürzt.
Mit Nachdruck habe ich dafür gekämpft, nach einer neuen DIN bauen zu dürfen, die es damals noch gar nicht gab. Den DIN-Ausschuss habe ich damals bemüht, um meine Kürzung „rechtens“ zu machen und stellte fest, - der Ausschuss arbeitete an dem, was ich gerade aufgestellt hatte, geleitet durch meinen Verstand statt von veralteten DIN-NORMEN.
Frau Bürgermeisterin Braun bedankte sich zur Einweihung dafür mit einem Schreiben an Herrn Röver, in dem es hieß: „besonders Ihre Mitarbeiterin Frau Christmann hat unsere Belange in hervorragender Weise mitgetragen und uns damit geholfen, ein Notbehelf in ein Schmuckstück umzuwandeln“. Frau Braun war damals gar nicht bewusst, dass Herr Röver dafür auch auf ein halbiertes Honorar bereit gewesen war einzugehen.
Mein Dank gilt Norbert Röver für diese Tat.
Gerne erinnere ich mich auch noch an die Fahrten mit Herrn Röver, wenn wir spätabends nach getaner Arbeit von Hoyerswerda zurückfuhren, lachten wir viel im Auto, jedoch nie über andere, immer über uns selbst. Es ist schön einen Menschen zu treffen, der den gleichen Humor hat wie man selbst.
Einmal erinnere ich mich auch daran, mit 4 Männern im Auto als Fahrerin fast 300km „links“ gefahren zu sein, weil damals alle Neu-Demokraten glaubten, die rechte Spur gehöre den neuen Autos. Ich bin es gewohnt, mit Regeln zu brechen, wenn ich sie für unsinnig halte, nicht nur wenn es ums Bauen geht.
Zum Büro Röver gibt es nur noch zu sagen:
Alles aufrechte Gesellen und besonders gern erinnere ich mich an Roberto Klann, unsere „Büro-Seele“ und seine Frau Ines, die beiden waren eine der letzten DDR-Flüchtlinge gewesen.
Es ist sicher ein ganz anderes Gefühl, sich selbst eingesetzt zu haben für die eigene „Freiheit“, als sie geschenkt zu erhalten. Ich gönne Ines und Roberto dieses Gefühl von Herzen. |